Aktuelle udstillinger:

Nolde in Flensburg

28.11.2016 - 30.12.2017

Emil Nolde, Marschhof bei Seebüll, 1940 oder früher, Aquarell, © Nolde Stiftung Seebüll
Emil Nolde, Marschhof bei Seebüll, 1940 oder früher, Aquarell, © Nolde Stiftung Seebüll

Der Kunstverein Flensburg und der Museumsberg Flensburg zeigen seit dem 25. November gemeinsam eine Sonderausstellung mit Werken Emil Noldes im Hans-Christiansen-Haus. In neu konzipierten Räumen werden die einzigartigen Gemälde, Aquarelle und Grafiken der Nolde-Sammlung des Museumsberg präsentiert und die persönliche Verbindung des Künstlers zum Museum thematisiert.

Anlass hierfür ist der 150. Geburtstag des Künstlers, der 1867 als Emil Hansen in Nolde, unweit der Stadt Tondern geboren wurde. Seine beruflichen Anfänge nahm der weltberühmte expressionistische Künstler 1884-88 hier in Flensburg, in der Möbelfabrik Heinrich Sauermanns. Hier wurde er zum Möbelschnitzer ausgebildet und erhielt vom Museumsbegründer persönlich Zeichenunterricht. Später, als freischaffender Künstler, pflegte er vielfältige Beziehungen zum Museum in Flensburg und stand in Korrespondenz mit den Museumsdirektoren.

Mit der Ausstellung startet der Kunstverein eine Reihe von Aktivitäten, die das in ganz Schleswig-Holstein gefeierte Nolde-Jahr 2017 NOLDE IM NORDEN am Museumsberg in Flensburg flankieren. Mit Vorträgen, Exkursionen und museumspädagogischen Aktionen wird auf Noldes besonderes Verhältnis zum Museum in Flensburg das ganze Jahr hindurch hingewiesen.

http://nolde-im-norden.de/

Sachlich bleiben! Elsa Haensgen-Dingkuhn

19.02.2017 - 01.05.2017

Selbstbildnis am Fenster, 1926
Selbstbildnis am Fenster, 1926

Mit Elsa Haensgen-Dingkuhn zeigt der Museumsberg Flensburg eine Malerin der Neuen Sachlichkeit, die bis zu ihrem Tod 1991 im Norden hohes Ansehen genoss. 1898 in Flensburg geboren, lebte sie seit ihrem Studium ab 1919 in Hamburg. Nach anfänglichem Interesse für soziale Themen, wie dem Leben der Kinder in der Großstadt, wandte sie sich am Ende der Zwanzigerjahre unter dem Einfluss von George Grosz und Otto Dix der Neuen Sachlichkeit zu.

Ihre Bilder zeigen das Nachtleben im Hamburger Vergnügungsviertel St. Pauli, das sie aus eigener Anschauung hautnah schilderte. Daneben malte sie Kinder, Kleinbürgerfamilien und Liebespaare. Mit ihren Selbstporträts machte sie in Hamburg und Berlin auf großen Ausstellungen Furore. Bekannt wurde sie in Hamburg und Schleswig-Holstein für ihre Kinderbilder, Bilder vom Laternelaufen, von Jahrmärkten und von der Kindergilde in Angeln. Anlass der Ausstellung ist eine Schenkung der Familie von über 40 Kunstwerken aus dem Nachlass der Künstlerin an den Museumsberg Flensburg. Erstmals kann jetzt ihr Lebenswerk, das Gemälde, Aquarelle und Grafiken umfasst, in einer repräsentativen Auswahl gezeigt werden. In sechs Kapiteln werden ihre Bildthemen und ihre künstlerische und biographische Entwicklung vorgestellt.

Ein umfangreicher Ausstellungskatalog arbeitet das Werk der Künstlerin erstmals wissenschaftlich auf.

Die Ausstellung wird am Sonntag, dem 19. Februar, um 11.30 Uhr von der Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange in der Aula des Hans-Christiansen-Hauses eröffnet.

Glaube. Orte. Kunst.

21.05.2017 - 31.10.2017

Hüttener Altar, 1517, Detail
Hüttener Altar, 1517, Detail

Der Museumsberg Flensburg präsentiert gemeinsam mit vielen Partnern im Lutherjahr 2017 ein Ausstellungsprojekt zum Reformationsjubiläum.

Im Zentrum des Vorhabens stehen mittelalterliche vorreformatorische Skulpturen, die sich seit mehr als hundert Jahren im Flensburger Museum befinden. Für einen Sommer werden diese Skulpturen in die Kirchengemeinden nördlich und südlich der deutsch-dänischen Grenze zurückkehren, aus denen sie ursprünglich stammen. Das Ausstellungsprojekt will ihre Geschichte erzählen. Trotz des ausgebliebenen Bildersturms zu Zeiten der Reformation landeten diese Skulpturen häufig auf Dachböden und in Rumpelkammern. Der Gründer des Flensburger Museums, Heinrich Sauermann, brachte die hölzernen Kunstwerke am Ende des 19. Jahrhunderts ins Museum und bewahrte sie vor dem Verfall. Mit wissenschaftlicher und künstlerischer Begleitung soll mit der Rückkehr der katholischen Heiligen- und Marienfiguren den Gemeindemitgliedern die Chance gegeben werden, die eigene Geschichte zu erforschen. Eine virtuelle Ausstellung soll das Projekt begleiten und zugleich als „Reiseführer“ zu den vielen Stationen leiten.

Das deutsch-dänische Projekt wird in Kooperation mit den Kirchenkreisen Schleswig-Flensburg, Nordfriesland, der Dänischen Volkskirche und dem Richard Haizmann Museum auf dem Museumsberg Flensburg, im Richard Haizmann Museum Niebüll und in zehn Kirchen der Region realisiert.

Die Ausstellung wird am 21. Mai 2017 um 11.30 auf dem Museumsberg Flensburg eröffnet.

http://glaube-orte-kunst.net