In der Bar zum Krokodil. Die Schlagerwelt der Zwanzigerjahre

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Benjamin ich hab nichts anzuzieh'n © Museumsberg Flensburg
Benjamin ich hab nichts anzuzieh'n © Museumsberg Flensburg

Frech, modern und raffiniert: Der Schlager eroberte in den Zwanzigerjahren das Herz des Publikums im Sturm. Diese neue Musikgattung löste sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts von der Operette und machte sich überraschend schnell selbständig. Unverwechselbare Melodien, kombiniert mit vielschichtigen, bissigen Texten sind bis heute Teil des kollektiven Gedächtnisses.

Leihgaben aus einer großen Privatsammlung sind das Herzstück der Ausstellung aus dem Museum Huelsmann in Bielefeld. Die künstlerisch gestalteten Titelblätter der ursprünglichen Notendrucke sind grafische Meisterwerke, eigens für jeden Schlager entworfene Grafiken, gedruckt im Steindruckverfahren. Sie zeigen moderne Frauen, sportlich, modebewusst und elegant, machen aber auch Anleihen bei Karikatur und Gesellschaftskritik. Nicht immer hat das Titelblatt wirklich Bezug zum Text des Schlagers. Über die ausführenden Künstler sind fast nur die Namen bekannt: Wolfgang Ortmann, Willy Herzig und Otto Dely beherrschten den Markt.

Die Blätter spiegeln den Zeitgeist einer ganzen Epoche, eine Schatztruhe für Mode­interessierte und Tanzbegeisterte. Die Zwanzigerjahre wurden zum Synonym für eine rasende, wilde Zeit. Tauchen Sie ein in die Schlagerwelt der Zwanzigerjahre: „In der Bar zum Krokodil“ lässt Schlager, Kabarett und Revue jener Zeit lebendig werden. Zusätzlich zu den musikalischen Veranstaltungen bietet das Rahmenprogramm auch Workshops für Cocktails und Tanzkurse sowie Filmklassiker im Kino 51 Stufen an.

Die Ausstellung wird am Sonntag, dem 7. Februar, um 11.30 Uhr in der Aula des Hans-Christiansen-Hauses eröffnet.

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