Sachlich bleiben! Elsa Haensgen-Dingkuhn

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Selbstbildnis am Fenster, 1926
Selbstbildnis am Fenster, 1926

Mit Elsa Haensgen-Dingkuhn zeigt der Museumsberg Flensburg eine Malerin der Neuen Sachlichkeit, die bis zu ihrem Tod 1991 im Norden hohes Ansehen genoss. 1898 in Flensburg geboren, lebte sie seit ihrem Studium ab 1919 in Hamburg. Nach anfänglichem Interesse für soziale Themen, wie dem Leben der Kinder in der Großstadt, wandte sie sich am Ende der Zwanzigerjahre unter dem Einfluss von George Grosz und Otto Dix der Neuen Sachlichkeit zu.

Ihre Bilder zeigen das Nachtleben im Hamburger Vergnügungsviertel St. Pauli, das sie aus eigener Anschauung hautnah schilderte. Daneben malte sie Kinder, Kleinbürgerfamilien und Liebespaare. Mit ihren Selbstporträts machte sie in Hamburg und Berlin auf großen Ausstellungen Furore. Bekannt wurde sie in Hamburg und Schleswig-Holstein für ihre Kinderbilder, Bilder vom Laternelaufen, von Jahrmärkten und von der Kindergilde in Angeln. Anlass der Ausstellung ist eine Schenkung der Familie von über 40 Kunstwerken aus dem Nachlass der Künstlerin an den Museumsberg Flensburg. Erstmals kann jetzt ihr Lebenswerk, das Gemälde, Aquarelle und Grafiken umfasst, in einer repräsentativen Auswahl gezeigt werden. In sechs Kapiteln werden ihre Bildthemen und ihre künstlerische und biographische Entwicklung vorgestellt.

Ein umfangreicher Ausstellungskatalog arbeitet das Werk der Künstlerin erstmals wissenschaftlich auf.

Die Ausstellung wird am Sonntag, dem 19. Februar, um 11.30 Uhr von der Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange in der Aula des Hans-Christiansen-Hauses eröffnet.

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