Glaube. Orte. Kunst.

-

Hüttener Altar, 1517, Detail
Hüttener Altar, 1517, Detail

Der Museumsberg Flensburg präsentiert gemeinsam mit vielen Partnern im Lutherjahr 2017 ein Ausstellungsprojekt zum Reformationsjubiläum.

Im Zentrum des Vorhabens stehen mittelalterliche vorreformatorische Skulpturen, die sich seit mehr als hundert Jahren im Flensburger Museum befinden. Für einen Sommer werden diese Skulpturen in die Kirchengemeinden nördlich und südlich der deutsch-dänischen Grenze zurückkehren, aus denen sie ursprünglich stammen. Das Ausstellungsprojekt will ihre Geschichte erzählen. Trotz des ausgebliebenen Bildersturms zu Zeiten der Reformation landeten diese Skulpturen häufig auf Dachböden und in Rumpelkammern. Der Gründer des Flensburger Museums, Heinrich Sauermann, brachte die hölzernen Kunstwerke am Ende des 19. Jahrhunderts ins Museum und bewahrte sie vor dem Verfall. Mit wissenschaftlicher und künstlerischer Begleitung soll mit der Rückkehr der katholischen Heiligen- und Marienfiguren den Gemeindemitgliedern die Chance gegeben werden, die eigene Geschichte zu erforschen. Eine virtuelle Ausstellung soll das Projekt begleiten und zugleich als „Reiseführer“ zu den vielen Stationen leiten.

Das deutsch-dänische Projekt wird in Kooperation mit den Kirchenkreisen Schleswig-Flensburg, Nordfriesland, der Dänischen Volkskirche und dem Richard-Haizmann-Museum auf dem Museumsberg Flensburg, im Richard-Haizmann-Museum Niebüll und in zwölf Kirchen der Region realisiert.

Die Ausstellung wird am 21. Mai 2017 um 11.30 auf dem Museumsberg Flensburg eröffnet.

zurück